Switzerland

Erfolgreiche Projekte aus der Schweiz

Lebensmittelindustrie

Unsere ölgeschmierten Vakuumpumpen der V- Serie werden in der Regel zum Fördern von Luft und anderen Gasen eingesetzt. Es gibt aber viele Aufgabenstellungen, wo neben Luft auch noch erhebliche Mengen Wasserdampf mit abgepumpt werden müssen. Ein Lebensmittelbetrieb hatte mehrere frischölgeschmierte Drehschieber-Vakuumpumpen eines anderen Herstellers zum Trocknen von Gewürzen im Einsatz. Der Kunde klagte über hohe Unterhaltskosten und suchte nach Alternativen zur

  • Verringerung von Kosten für Frischölverbrauch und Altölentsorgung
  • Reduktion des Personalaufwands für wöchentliches Befüllen des Frischöl-Vorratsbehälters und Entleeren des Altölbehälters
  • Senkung der Energiekosten für die zweistufige und riemengetriebene Vakuumpumpe

Nach Klärung der Prozess-Parameter vor Ort entschieden wir uns für einen Vorschlag mit ölgeschmierten Vakuumpumpen der V-Serie. Da eine ölgeschmierte Vakuumpumpe eine schlechtere Wasserdampfverträglichkeit hat als eine Pumpe frischölgeschmierter Bauart, stellten wir an einer Standard-Vakuumpumpe durch mehrere Modifikationen eine ebenso gute Wasserdampftauglichkeit her.
Unser Konzept überzeugte den Kunden und er war zu einem Test mit unserer modifizierten V-Serie bereit. Nachdem die erste Pumpe einen dreimonatigen Testlauf erfolgreich bestanden hatte, wurden alle vorhandenen frischölgeschmierten Pumpen durch Pumpen unserer V-Serie ersetzt. Mittlerweile laufen unsere Pumpen seit drei Jahren mit Erfolg:

  • Ölwechsel nur noch zwei mal pro Jahr notwendig
  • Ölverbrauch und Altölentsorgung 1/50 der früheren Menge
  • Energieverbrauch durch einstufige Pumpenbauart ca. 20 % geringer

In diesem Fall beruhte unser Erfolg auf unserer langjährigen Anwendungserfahrung und dem Umstand, dass die Vakuumpumpe an die Prozessbedingungen angepasst werden konnte. Die ölgeschmierten Vakuumpumpen der V-Serie bieten verschiedene Möglichkeiten der Modifikation, wodurch das Feld der Anwendungen erheblich erweitert werden kann. Unsere Aufgabe ist es, diese Möglichkeiten zu erkennen und zielgerichtet zur Reduktion der Umweltbelastung und zur Schonung der Ressourcen einzusetzen.

 

Agrarwesen: Melkanlagen

Für unsere Seitenkanalverdichter der G-Serie hatten wir eine ganz besondere Aufgabenstellung zu bewältigen. Vor drei Jahren erreichte uns der Hilferuf eines Landwirt, der sich beklagte, dass seine Kühe nicht von alleine in den neu angeschafften automatischen Melkstand wollten. Hinzu kam, dass die Milchleistung seiner Kühe seit Monaten zunehmend nachgelassen hatte. Seine eigene Ursachenforschung führte ihn zum Vakuumerzeuger, der als Stressfaktor für seine Kühe verdächtigt wurde. Als Gründe nannte er

  • spürbare Vibrationen an der Vakuumleitung
  • unangenehmer Lärm durch den Vakuumerzeuger

Für die Vakuumversorgung war eine tropfölgeschmierte Drehschieber-Vakuumpumpe installiert. Diese Bauart Vakuumpumpe ist seit vielen Jahrzehnten der Standard in Melkanlagen. Zusammen mit dem Landwirt und dem Melkanlageninstallateur hatten wir uns entschieden, eine Seitenanal-Vakuumpumpe der G-Serie für einen Versuch in den Melkstand einzubauen. Dabei lernten wir, dass eine Melkanlage ein komplexes System  mit mehreren Verursachern von Vibration, Pulsation und Lärm ist. Der Vakuumerzeuger, das Vakuum-Rohrleitungssystem und das Vakuum-Regelventil müssen dabei sehr präzise aufeinander abgestimmt werden, um bei den empfindlichen Kühen keinen Stress zu verursachen.

Wir hatten Glück, dass sich ein vor Ort ansässiges Ingenieurbüro dieses Themas  annahm und auf eigene Initiative eine sehr umfangreiche Untersuchung dazu einleitete, um die Ursachen zu erforschen. Auf Basis dieser Untersuchung wurde das Vakuumsystem der Melkanlage mittlerweile in vielerlei Hinsicht  optimiert.

Im Vergleich zur Drehschieber-Technologie bietet die G-Serie folgende Vorteile

  • Wesentlich geringere Anzahl Pulsationen durch das Vielzellen-Laufrad
  • Entlastung des Vakuum-Regelventiles durch die Möglichkeit, den Seitenkanalverdichter durch eine Drehzahlregelung dem Vakuumbedarf anzupassen

Unsere G-Serie hat sich im Melksystem bestens bewährt und wieder für „glückliche Kühe“ gesorgt. Mittlerweile wurden viele Melkanlagen auf die neue Technologie umgerüstet und auch andere Anlagenbauer wurden aufmerksam.

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Vakuum- und Blasluftversorgung in der Druckindustrie

Ein Druckerei-Unternehmen investierte in einen Neubau und wollte ein neues Konzept für die Vakuum- und Blasluftversorgung. Bisher wurden an den verschiedenen Verarbeitungsmaschinen ausschliesslich trockenlaufende Drehschieber eingesetzt. Jede Maschine hatte ihre eigene Luftversorgung. Im Neubau sollte ein anderes Konzept verfolgt werden:

  • Pumpen und Verdichter ausserhalb des Produktionsraumes
  • Reduzierung des Wartungsaufwandes und des Energieverbrauchs
  • Variable Anpassung der Luftversorgung an den effektiven Bedarf

Nach Feststellung aller Parameter vor Ort wurde dem Kunden ein Vorschlag für eine moderne Blasluftversorgung unterbreitet. Dieser beinhaltete auch das komplette Rohrleitungssystem vom Pumpenraum bis zu den Arbeitsmaschinen und die bedarfsabhängige Steuerung für den schwankenden Luftbedarf. Vorteile für den Kunden sind

  • reduzierte Anzahl an Pumpen und Verdichtern
  • berührungslose Bauart der Klauen-Technologie
  • minimierter Wartungsaufwand
  • reduzierte Betriebskosten
  • Energieeinsparung durch drehzahlgeregelte Pumpen und Verdichter

Nachdem der Neubau bezogen war und die Luftversorgungsanlage in Betrieb ging, war dem Druckereipersonal die Freude über den erheblich reduzierten Lärmpegel anzusehen.

 

Verpackungsanlage in der Fleischindustrie

Letztes Jahr erreichte uns der Hilferuf eines Fleischverarbeitungsbetrieb wegen einer Verbesserung des Betriebsvakuums in seiner zentralen Vakuumanlage. An die Vakuum-Versorgungsleitung waren über die Jahre immer mehr Verpackungs-maschinen angeschlossen worden. Aufgrund von Reserven in der bestehenden Anlage, war bis anhin das Betriebsvakuum noch ausreichend, doch nun musste gehandelt werden.

  • Zentrale Vakuumversorgung über zwei voneinander abhängigen Vakuumleitungen mit unterschiedlichen Vakuumniveaus (zweistufiges System)
  • Ölgeschmierte Drehschieber-Vakuumpumpen für die Grob-Vakuumversorgung als Vakuumstufe eins
  • Pumpenkombination aus ölgeschmierter Drehschieber-Vakuumpumpe und Wälzkolben-Vakuumpumpe (Booster) in Reihenschaltung als Vakuumstufe zwei

Nach Begutachtung der vorhandenen Anlage vor Ort wurde für die Erweiterung des Vakuumsystems ein Konzept erarbeitet. Der vorhandene Platz war sehr begrenzt. Um weitere Pumpenleistung installieren zu können, mussten vorhandene Pumpen durch grössere ersetzt werden. Folgende Pumpenleistungen waren installiert

Vakuum-Stufe eins:

  • 2600 m³/h installiertes Saugvermögen mit drei Vakuumpumpen
  • Betriebsvakuum schwankend zwischen 40 und 60 mbar absolut

Vakuum-Stufe zwei:

  • 3000 m³/h installiertes Saugvermögen mit zwei Pumpenkombinationen
  • Betriebsvakuum schwankend zwischen 8 und12 mbar absolut

Damit die Sollgüte des Verpackungs-Vakuums wieder erreicht werden konnte, musste das Betriebsvakuum an Stufe zwei auf einen Sollwert von 3 bis 5 mbar gesenkt werden.

Aufgrund der gegebenen Parameter entschieden wir uns für einen Eingriff an Vakuumstufe eins. Wir ersetzten eine Drehschieber-Vakuumpumpe mit 15 kW Antriebsleistung und hatten damit Platz für eine Pumpenkombination, bestehend aus zwei Wälzkolben-Vakuumpumpen in Parallelbetrieb, mit je 2500 m³/h Saugvermögen und je 5,5 kW installierte Leistung. Das vorhandene Vakuum-Puffervolumen wurde nicht verändert.

Nach Installation und Inbetriebnahme der Pumpenkombination verbesserte sich der Vakuum-Istwert an Stufe eins und zwei im erwarteten Umfang, so dass die Sollwert-Vorgabe des Kunden an Stufe eins mit 3-5 mbar Vakuum erreicht wurde.

Diese Massnahme brachte dem Kunden die gewünschte Leistungssteigerung bei einer gleichzeitigen Energieeinsparung von 4 kW / h. Zu seiner vollsten Zufriedenheit.


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